Grußworte unserer Paten des Mehrgenerationenhauses Matthias-Ehrenfried-Haus
"Warum beteiligt sich die Kirche an einer staatlichen Initiative zur Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern? Es ist unser Grundauftrag, Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten: von der Geburt bis zum Tod. Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Kirche – so hat es vor mehr als 40 Jahren das 2. Vatikanische Konzil formuliert. Den Gott, den wir verkünden, nennt die Bibel „Liebhaber des Lebens“ (Weish 11, 26). Und Jesus definiert seine eigene Sendung einmal mit den Worten: „Ich bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben“. Mitzuhelfen, dass Menschen zu einem erfüllten Leben finden, das ist unser Kernanliegen als Kirche. Leben ist Beziehung. Menschen können sich entfalten, Menschen finden Erfüllung und Glück, wenn sie in gelungenen Beziehungen leben. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, sagt Martin Buber. Das dichteste und wichtigste Beziehungsnetz, in dem Menschen leben, ist die Familie. Über die Familie hinaus ist das Zusammenleben der Generationen, die wechselseitige Verantwortung füreinander und die wechselseitige Beziehung zueinander ein Schlüssel für gelungenes und erfülltes Leben: im privaten Leben genauso wie in der Gesellschaft. Durch die demographischen Veränderungen in unserer Gesellschaft ist es nicht überall möglich, in räumlich nahen Familienstrukturen zu leben. Mehrgenerationenhäuser können solche Defizite auffangen und ausgleichen. Sie sind eine Initiative, die wir als Kirche voll und ganz unterstützen können. Deshalb freut es mich, dass unser Matthias-Ehrenfried-Haus sich dieser Herausforderung stellt und diesen Dienst an den Menschen und an der Zukunft übernimmt. Ich übernehme gerne die Patenschaft für dieses Mehrgenerationenhaus und wünsche den Menschen, die das Haus besuchen und die sich im Haus engagieren, gutes Gelingen und Gottes Segen." Ihr Friedhelm Hofmann Bischof von Würzburg
„Daheim bin ich in der Familie!“ Wo Jung und Alt sich begegnen, wo keiner mit seinen Sorgen allein gelassen wird und wo aus dem Zusammenleben unterschiedlicher Generationen Verantwortung erwächst und Ansporn zu neuem Tun entsteht. Mehrgenerationenhäuser sind in einer sich verändernden Welt eine gute und erfolgversprechende Möglichkeit, dieses Gefühl des miteinander umgehens wieder oder neu zu erleben. Hier können Erfahrungen und Wissen weiter gegeben werden, hier ist die Mitsorge für einander ausdrücklich erwünscht und die Gemeinschaft bietet zudem eine vielfach schmerzlich vermisste Geborgenheit.
Ich übernehme deshalb gerne die Patenschaft für das neue Mehrgenerationenhaus „Matthias-Ehrenfried-Haus“ in Würzburg und wünsche den Menschen dort, dass sie sich wie in einer großen Familie fühlen. Barbara Stamm Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags
Wir leben in einer Zeit, in der die Gesellschaft immer mehr auseinander fällt. Familienverbände werden durch berufliche Mobilität auseinander gerissen, soziales Leben wird dem Druck durch die Arbeitswelt geopfert und das Individuum verliert sich hinter Bildschirmen. Deshalb braucht es Räume, in denen Menschen wieder zusammenfinden können. Das Mehrgenerationenhaus zeichnet sich dabei dadurch aus, dass es wie die traditionelle Großfamilie eine Begegnungsstätte von Jung und Alt bietet. Ich wünsche dem neuen Mehrgenerationenhaus einen lebendigen und bunten Alltag, der das Leben der Menschen von Würzburg bereichern möge. Prof. Peter Bofinger Universität Würzburg, Wirtschaftsweiser
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